Baščaršija ist Sarajevos Handels- und Kulturzentrum, seit Isa-Beg Ishaković es 1462 gründete und eine bosnische Flussschleife zum Sitz des osmanischen Sandschaks Bosnien machte. Fünf Jahrhunderte später wird hier immer noch Kupfer gehämmert, Kaffee aufgebrüht und ćevapi gegrillt. Am Hauptplatz geht es touristisch zu, doch eine Gasse tiefer ist das Viertel echter Alltag: Hier kaufen Einheimische morgens ihr Brot und treffen sich auf denselben Steinbänken zum Kaffee wie schon ihre Großeltern.
Dieser Guide zeigt Ihnen, was Sie sehen und essen sollten, wann Sie am besten kommen und wie sich Baščaršija in einen Tag oder einen längeren Aufenthalt in Sarajevo einfügt.
Was ist Baščaršija
Der Name stammt aus dem Türkischen: baş (Kopf/Haupt) + çarşı (Basar). 400 Jahre lang war das Viertel der zentrale Marktplatz des osmanischen Sarajevo — im 16. Jahrhundert zählte der Basar über 80 spezialisierte Handwerkszünfte (Sattler, Kupferschmiede, Weber, Buchbinder, Juweliere), jede mit einer eigenen Gasse. Der Brand von 1697, gelegt von der Armee Eugens von Savoyen, zerstörte den Großteil, doch der Wiederaufbau erfolgte im selben osmanischen Stil, und das Viertel überstand die österreichisch-ungarische Zeit (1878–1918), in der sich der Rest Sarajevos europäisierte.
Was Sie heute durchqueren, ist ungefähr halb so groß wie der ursprüngliche Basar, reicht aber für das Gefühl: steingepflasterte Fußgängergassen, niedrige Holzdächer, Innenhöfe hinter unbeschrifteten Holztüren, das Klopfen von Metall auf Metall bei den Kupferschmieden und der Geruch von gegrilltem Fleisch und bosnischem Kaffee, vermischt mit Zigarettenrauch.
Das Besondere an Baščaršija — und woran sich alle erinnern — ist, dass der osmanische Basar 100 Meter weiter westlich unvermittelt auf den österreichisch-ungarischen Boulevard Ferhadija trifft. Zwei Imperien, zwei Baustile, zwei Jahrhunderte Koexistenz in einer Straße. Im Pflaster ist die Stelle tatsächlich markiert: „Sarajevo Meeting of Cultures“.
Sebilj-Brunnen — das Wahrzeichen
Der Sebilj am Baščaršija-Platz ist das Postkartenmotiv Sarajevos. Der heutige hölzerne Brunnen im osmanischen Stil entstand 1891 nach Plänen des österreichischen Architekten Alexander Wittek (er ersetzte einen älteren steinernen Sebilj aus dem 18. Jahrhundert). Vorbild waren die Sebils von Konstantinopel — öffentliche Brunnen, die zu osmanischer Zeit Passanten kostenlos mit Wasser versorgten.
Lokale Legende: Wer aus dem Sebilj trinkt, kehrt nach Sarajevo zurück. Die Einheimischen nehmen das nicht ernst, bei Touristen ist der Brauch beliebt. Das Wasser kommt aus der städtischen Leitung und ist bedenkenlos trinkbar.
Rund um den Sebilj liegt der Taubenplatz — offiziell heißt er Baščaršija-Platz, aber alle nennen ihn Taubenplatz, weil hunderte Tauben unablässig die Menge nach Brotkrumen absuchen. Kaufen Sie eine kleine Tüte Körner (1 € beim Straßenverkäufer), wenn Sie das Klischeefoto wollen, auf dem die Tauben Sie bedecken.
Gazi-Husrev-beg-Moschee
Der bedeutendste osmanische Bau auf dem Balkan außerhalb Istanbuls. Errichtet 1530–1531 für Gazi Husrev-beg, den osmanischen Statthalter Bosniens, der einen Großteil des mittelalterlichen Sarajevo finanzierte (auf ihn gehen auch der überdachte Bezistan-Markt, die Medresa, das öffentliche Bad und eine Karawanserei mit 100 Zimmern zurück). Als Architekt gilt am wahrscheinlichsten Acem Ali Tabrizi, ein in Persien geborener osmanischer Mimar — Mimar Sinan wurde zeitweise als Entwerfer vermutet, von der Forschung aber verworfen (Sinans Laufbahn als Hofbaumeister begann erst 1539).
Innen: ein schlichter osmanischer Raum mit Kalligrafien osmanischer Meisterschreiber, gemalten Blumenmustern in der Kuppel und einem schönen Mihrab. Touristeneintritt 3 KM (ca. 1,50 €), ein englischsprachiger Führer ist inbegriffen. Die Besuchszeiten sind begrenzt: 9:00–12:00, 14:30–16:00 und 17:30–19:00 Uhr (1. Apr–31. Okt) sowie nur 9:00–11:00 Uhr (1. Nov–31. Mär), immer außerhalb der Gebetszeiten. Frauen erhalten am Eingang kostenlos ein Kopftuch — es ist für den Gebetsraum vorgeschrieben.
Im Innenhof:
- Šadrvan (Waschbrunnen) — überdacht, achteckig, weiterhin in Betrieb
- Sahat-kula (Uhrturm) — eigenständiges Gebäude, einzigartig, weil er die Mondzeit anzeigt (bis heute von Hand nachgestellt, um die islamischen Gebetszeiten zu markieren — die einzige Uhr dieser Art weltweit)
- Grabmal von Gazi Husrev-beg selbst, dazu das Grab des Sohnes des Stifters
Planen Sie 20 Minuten für den Innenraum ein, wenn Sie mäßig interessiert sind, eine Stunde, wenn Sie die Inschriften lesen möchten.
Bosnischer Kaffee — das Ritual
Suchen Sie sich ein kleines Café ohne englische Karte, bestellen Sie einen bosnischen Kaffee (keinen türkischen — die Einheimischen korrigieren Sie freundlich) und setzen Sie sich.
Serviert wird auf einem Messingtablett mit:
- einer džezva (Kupferkännchen mit langem Griff) voll Kaffee
- einem fildžan (kleine henkellose Tasse)
- einem Glas Wasser
- einem Stück Würfelzucker (in den besseren Häusern stattdessen rahat lokum — türkischer Honig)
Das Ritual: Gießen Sie etwas Kaffee in die Tasse, trinken Sie zuerst einen Schluck Wasser, tauchen Sie den Zuckerwürfel kurz in den Kaffee, beißen Sie die getränkte Ecke ab und nippen Sie dann am Kaffee. Und wieder von vorn. Es geht um das langsame Gespräch, nicht um das Koffein. Ein richtiger bosnischer Kaffee dauert mindestens 30–45 Minuten.
Rund 1,50 € pro Kaffee. Cafés, die Einheimische empfehlen: Café Divan im Basar, Caffe Slasticarna Ramis für Kaffee und bosnische Süßspeisen, oder jedes kleine Lokal, in dem das Personal nur Bosnisch spricht.
Wo Sie essen — ćevapi und mehr
Kulinarisch ist Sarajevo für zwei Dinge berühmt: ćevapi und das Brot, in das sie gehören.
Ćevapi = kleine gegrillte Röllchen aus Rinderhack (5 oder 10 pro Portion), serviert im somun — einem dicken runden Fladenbrot aus dem Holzofen, frisch aufgeschnitten und vom Fleischsaft aufgedämpft. Dazu klein gehackte rohe Zwiebeln. Rund 8 € für eine Portion mit 10 Stück in einem ordentlichen Grill-Lokal.
Die berühmten ćevapi-Adressen in Baščaršija (worüber die beste ist, streiten Einheimische endlos):
- Željo (1 und 2) — zwei Filialen, beide legendär, oft mit Schlange
- Mrkva — etwas abseits der Hauptgasse, kürzere Schlange, genauso gut
- Petica — ruhiger, für manche das „authentischste“
- Ćevabdžinica Hodžić — die Wahl der Historiker
Weitere bosnische Gerichte, die sich lohnen:
- Burek — Blätterteig mit Fleischfüllung (ca. 3 € pro Portion in einer echten buregdžinica wie Buregdžinica Bosna)
- Klepe — bosnische Teigtaschen in Knoblauch-Joghurt-Soße
- Sogan-dolma — mit Reis und Fleisch gefüllte Zwiebeln
- Tufahija — mit Walnüssen gefüllter Apfel in Sirup, der klassische bosnische Nachtisch
- Baklava — besser als die türkische, versichern die Einheimischen
Trinken Sie keinen Alkohol zu ćevapi — dazu gehört Kefir (Joghurtgetränk) oder anschließend eine bosanska kafa.
Kupferwaren einkaufen
Die Kazandžiluk-Gasse (Kupferschmiedgasse) ist das Herz des Handwerks. Handwerker treiben hier Kaffeeservices, Teller, Lampen und Zierstücke bis heute von Hand. Das Klopfen von Metall auf Metall ist die Tonspur des Basars.
Was sich zu kaufen lohnt:
- Handgetriebenes džezva-Kaffeeset (džezva + 4 fildžani + Tablett) — 25–50 €, je nach Größe und Qualität. Echtes lokales Handwerk, ein Stück fürs Leben.
- Einzelne džezva — 10–15 €, ein gutes Mitbringsel
- Dekorative Kupferteller — 10–30 €
- Kaffeemühle (von Hand, Messing) — 20–40 €
- Kleines graviertes Tablett — 15–25 €
Woran Sie Qualität erkennen: mehr Gewicht = besser, handgetrieben (sichtbare Hammerspuren) = echt, leichtere polierte Stücke sind oft Fabrikware aus dem Import. Fragen Sie im Laden nach — die meisten sagen ehrlich, was was ist.
Brusa Bezistan & die überdachten Märkte
In zwei restaurierten osmanischen Markthallen werden vor allem Textilien, Teppiche, Tücher und Souvenirs verkauft:
- Brusa Bezistan — 1551 von Rüstem-paša für den Seidenhandel mit Bursa (Brusa) errichtet. Im Obergeschoss ist heute das Stadtmuseum Sarajevo untergebracht (Eintritt in den Bezistan frei, Museum ca. 2 €).
- Gazi Husrev-beg Bezistan — aus derselben Zeit, länger, belebter durch Souvenirstände.
Beide sind stimmungsvolle Zwischenstopps bei Regen oder Sommerhitze. Teppiche und Tücher sind meist importiert, der Silberschmuck an manchen Ständen ist dagegen echte bosnische Filigranarbeit.
Beste Besuchszeit
Beste Tageszeit: abends ab 18 Uhr. Die Nachmittagshitze (besonders im Juli und August) leert den Basar, die Gassen wirken wie ausgestorben. Ab etwa 18 Uhr kommen die Einheimischen zu ihrem täglichen korzo (Abendspaziergang) heraus, zum Sonnenuntergang hallt der Gebetsruf von mehreren Minaretten, und der Basar erwacht. Bleiben Sie bis 20 Uhr, wenn das goldene Abendlicht auf dem Stein liegt.
Beste Jahreszeit: April–Juni und September–Oktober. Der Sommer ist heiß und voller Reisegruppen. Der Winter (Dezember–Februar) hat mit Schnee auf den Holzdächern seinen Reiz, ist aber kalt, und viele Cafés haben verkürzte Öffnungszeiten.
Das Sarajevo Film Festival (Mitte August) verwandelt Baščaršija eine Woche lang in ein Fest — überfüllt, aber ausgelassen. Buchen Sie Ihre Unterkunft früh.
Meiden Sie: den Sonntagvormittag, wenn Sie offene Läden möchten (viele bleiben zu), und den Jahrestag am 28. Juni, wenn Sie es ruhig mögen (die Veranstaltungen zum Attentat auf Franz Ferdinand an der wenige Minuten entfernten Lateinerbrücke ziehen Menschenmengen an).
Rundgang — vorgeschlagene 2-Stunden-Runde
Start am Sebilj-Brunnen. Von dort:
- Taubenplatz + Sebilj fotografieren (15 Min.)
- Kazandžiluk-Gasse — den Kupferschmieden zusehen, in ein, zwei Läden stöbern (20 Min.)
- Gazi-Husrev-beg-Moschee + Uhrturm + Innenhof (30 Min.)
- Brusa Bezistan — Markthalle, einmal durchgehen (10 Min.)
- Kaffeepause — in einem kleinen Café einen richtigen bosnischen Kaffee trinken (45 Min. — ja, so lange)
- Ćevapi zu Mittag oder zu Abend in einem der berühmten Lokale (30–45 Min.)
- Lateinerbrücke — 5 Gehminuten westlich, Ort des Attentats von 1914 (15 Min.)
- Optionale Ergänzung: Aufstieg zur Gelben Bastion zum Sonnenuntergang (30 Min. bergauf, 10 Minuten Aussicht, dann wieder hinunter) — das beste Panorama Sarajevos
Gesamt: 3 Stunden ohne Eile.
Wie Baščaršija in einen Sarajevo-Besuch passt
Baščaršija ist das Halbtages-Muss jeder Sarajevo-Reise. Das Viertel funktioniert schon am Anreisetag (jetlagtauglich — bequem zu Fuß), als abendlicher Ausklang eines vollen Tages und als Ort, an den man bei einem mehrtägigen Aufenthalt zwei- bis dreimal zurückkehrt (andere Cafés, andere ćevapi-Lokale, die Moschee zu anderen Zeiten).
Für die weitere Sarajevo-Planung:
- Sehenswürdigkeiten in Sarajevo — kompletter Stadtführer mit Vierteln, Tagesausflügen und der besten Reisezeit
- Ein Tag in Sarajevo — Reiseplan — Stunde-für-Stunde-Plan, der Baščaršija als Anker für Vormittag und Abend nutzt
- Stadtrundgang durch Baščaršija — historischer Rundgang auf eigene Faust
- Besucherguide Tunnel of Hope — die andere unverzichtbare historische Stätte Sarajevos
- Kaffeekultur in Sarajevo — mehr zum Kaffeeritual
Tipps und Hinweise
- Bequeme Schuhe tragen — die Basargassen sind unebenes Kopfsteinpflaster; nicht rollstuhlgerecht
- Bargeld für Kleinigkeiten (Kaffee, Kupfer, Street Food); in Restaurants funktionieren Karten
- Dezente Kleidung in der Moschee — Schultern und Knie bedeckt, bei Frauen auch das Haar (Tuch wird gestellt)
- Nicht aggressiv feilschen in den Kupferläden — die kleinen Werkstätten sind keine Touristenfallen, ehrliche Preise sind die Regel
- Leitungswasser ist überall trinkbar, auch das aus dem Sebilj
- Auf Taschendiebe achten — Baščaršija ist grundsätzlich sehr sicher, doch im Gedränge am Taubenplatz sollten Sie Ihr Handy in der Hand behalten
- Keine Drohnenaufnahmen ohne Genehmigung
- In vielen Cafés darf drinnen geraucht werden (Bosnien hat es nicht verboten) — wenn Sie das stört, setzen Sie sich nach draußen
- Fotografieren ist überall willkommen — Kupferschmiede und Ladenbesitzer sind es gewohnt; in der Moschee vorher fragen
Anreise nach Sarajevo
Sarajevo gehört zu den leichter erreichbaren Hauptstädten des Balkans:
- Flughafen Sarajevo (SJJ) — 12 km von Baščaršija, 20–25 Minuten mit dem Auto
- Ab Mostar — 130 km, ca. 2 Std. Fahrt (keine Grenze) — siehe Privattransfer Mostar–Sarajevo
- Ab Dubrovnik — 271 km, ca. 4 Std. 30 Min., 1 Grenzübergang — siehe Privattransfer Dubrovnik–Sarajevo
- Ab Split — 240 km, ca. 4 Std., 1 Grenzübergang — siehe Privattransfer Sarajevo–Split (wir fahren beide Richtungen)
- Ab Belgrad — 290 km, ca. 5 Std., 1 Grenzübergang
- Ab Tirana — 510 km, ca. 7 Std., 2 Grenzübergänge (Albanien → Montenegro → Bosnien)
Den vollständigen Stadtführer für Ihre Ankunft finden Sie unter Sehenswürdigkeiten in Sarajevo.
FAQ
Ist der Besuch von Baščaršija kostenlos? Ja, vollständig. Es ist ein öffentliches Stadtviertel und keine Attraktion mit Ticket. Die Gazi-Husrev-beg-Moschee verlangt für Touristenbesuche 3 KM (ca. 1,50 €), Führung inklusive; die meisten Museen im Viertel kosten 2–3 €.
Wie viel Zeit brauche ich für Baščaršija? 2–3 Stunden für einen richtigen Besuch (Rundgang, Moschee, Kaffee, ćevapi). Die meisten Reisenden kommen abends noch einmal für die Atmosphäre zurück — insgesamt 4–5 Stunden auf mehrere Besuche verteilt, wenn Sie 2 Tage oder länger in Sarajevo bleiben.
Welche Tageszeit ist die beste für Baščaršija? Abends ab 18 Uhr. Tagsüber ist es im Sommer heiß und der Basar leert sich; gegen 18–21 Uhr kommen die Einheimischen zum Abendspaziergang heraus, und die Atmosphäre ist am besten.
Was ist der Unterschied zwischen bosnischem und türkischem Kaffee? Die Zubereitung. Bosnischer Kaffee: Das Wasser wird zuerst gekocht, dann kommt der Kaffee dazu und alles kurz zurück auf die Hitze — das ergibt einen weniger bitteren, weicheren Aufguss. Türkischer Kaffee: gemahlener Kaffee, Zucker und Wasser werden zusammen aufgekocht. Den Einheimischen ist dieser Unterschied wichtig.
Wo gibt es die besten ćevapi in Baščaršija? Am häufigsten empfohlen: Željo (legendär, oft mit Schlange), Mrkva (weniger voll, gleiche Qualität), Petica (ruhiger, für manche am authentischsten), Ćevabdžinica Hodžić (die Wahl der Historiker). Alle höchstens 5 Minuten vom Sebilj-Brunnen entfernt.
Kann ich die Gazi-Husrev-beg-Moschee besichtigen? Ja, außerhalb der Gebetszeiten. Der Touristeneintritt beträgt 3 KM (ca. 1,50 €) und schließt einen englischsprachigen Führer ein; die Besuchszeiten sind im Sommer 9:00–12:00, 14:30–16:00 und 17:30–19:00 Uhr, im Winter nur 9:00–11:00 Uhr. Dezente Kleidung ist Pflicht (Schultern und Knie bedeckt). Frauen erhalten am Eingang kostenlos ein Kopftuch. Spenden sind willkommen.
Ist Baščaršija sicher? Ja, sehr sicher — bei Tag wie bei Nacht. Sarajevo hat insgesamt eine sehr niedrige Gewaltkriminalität. Im belebten Bereich rund um den Taubenplatz gilt die übliche Vorsicht vor Taschendieben; überall sonst geht es ruhig zu.
Wie unterscheidet sich Baščaršija von der Altstadt in Mostar? Vor allem im Maßstab: Baščaršija ist ein funktionierender Basar in einer Hauptstadt mit 400.000 Einwohnern; Mostars Stari Grad ist ein deutlich kleineres Viertel am Fluss rund um die Brücke. Baščaršija wirkt gelebter und weniger auf Touristen zugeschnitten; Mostar ist für ein paar Stunden optisch dramatischer, aber kleiner.
Kann ich Baščaršija als Halbtagesausflug ab Mostar besuchen? Knapp, aber machbar — Mostar–Sarajevo dauert 2 Std. pro Richtung, also 4 Std. Fahrt + 3 Std. in Baščaršija = 7 Std. insgesamt. Wir können einen halbtägigen Stopp in Baščaršija in einen Transfer Mostar–Sarajevo oder in einen Tagesausflug nach Sarajevo ab Mostar einbauen. Siehe Guide zum Tagesausflug Sarajevo–Mostar für die Gegenrichtung (die genauso gut funktioniert).
Anreise nach Sarajevo
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